Hauptinhalt dieser Seite

Sprungmarken zu den verschiedenen Informationsbereichen der Seite:

Links zur Messe Düsseldorf

Sie befinden sich hier: Rückblick: 2008. Aktuelles aus der Branche.

Selbst Batman muss fürs Alter sparen

Aktuelles aus der Branche

Selbst Batman muss fürs Alter sparen

Die gesetzliche Rente wird schmaler, entsprechend muss jeder privat mehr für seine Altersvorsorge tun – zum Beispiel mit Investmentfonds.

Auch Superhelden kommen ins Rentenalter. Wie das aussieht, stellt der italienische Zeichner Donald Soffritti in seinen Comics dar: Da schiebt zum Beispiel ein keuchender Robin mit viel Bauch und wenig Haar den tattrigen Batman mit weißem Vollbart auf Verbrecherjagd im Rollstuhl durch Gotham City. Wer nicht wie Batman im Soffritti-Cartoon im hohen Alter noch arbeiten will, ist gut beraten, selbst vorzusorgen, denn im deutschen Rentensystem tun sich immer größere Lücken auf.

Laut einer aktuellen Umfrage von TNS Infratest halten zwar die meisten Deutschen private Vorsorge für sinnvoll, zwei Drittel sparen jedoch in erster Linie für den Konsum, erst knapp dahinter kommt das Sparen für die Rente. Aufklärung ist also nötig. Dazu tragen Finanzexperten bei der Internationalen Anlegermesse IAM vom 5. bis 7. September 2008 in Düsseldorf bei. „Private Altersvorsorge ist ganz einfach Vermögensaufbau“, fasst Gerrit Fey vom Deutschen Aktieninstitut (DAI) zusammen. Beliebt sind zum Beispiel Investmentfonds, insbesondere flexible Fondssparpläne, zeigen Zahlen des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI): Während es Ende 2004 in Deutschland rund zehn Millionen Fondssparpläne und ein Netto-Mittelaufkommen von sechs Milliarden Euro gab, lag die Zahl Ende 2007 bei 15,7 Millionen und einem Nettozufluss von 12,3 Milliarden Euro.

Auf die Frage nach dem Grund für die wachsende Nachfrage nach dem Vorsorgevehikel Investmentfonds geben Anlageberater vorrangig eine Antwort: Die gute Wertentwicklung. Hinter dieser Renditeerwartung steht die Annahme, dass in Aktienfonds investiert wird und der Anleger bis zu seinem Renteneintritt noch mindestens zehn, besser 20 Jahre Zeit hat. Denn dann gleicht die Laufzeit das höhere Risiko einer Aktienanlage aus. „Steht die Rente bereits in vier bis sechs Jahren an, sind eher konservative, festverzinsliche Lösungen zu bevorzugen. Die Sicherheit des Kapitals geht hier vor“, sagt Frank Weisske, Leiter Produktentwicklung Vorsorge bei der Commerzbank. Deshalb bietet sich einige Jahre vor Renteneintritt eine Umschichtung des angesparten Aktienfondsvermögens in einen Renten- oder Mischfonds an.

Dass Aktien und Aktienfonds langfristig einen deutlichen Renditevorsprung gegenüber anderen Sparformen haben, zeigt ein Beispiel: Wer zum rechnerischen DAX-Start Ende 1987 in die 30 größten deutschen Unternehmen 10.000 Euro (damals noch knapp 20.000 DM) investierte, hat bis Ende 2007 ein Vermögen von 80.623 Euro erzielt. „Das ist eine Rendite von durchschnittlich elf Prozent im Jahr – über alle zwischenzeitlichen Einbrüche am Aktienmarkt hinweg“, rechnet Fey vom DAI vor. „Zugegeben, wer 10.000 Euro bereits ein Jahr früher in die 30 größten deutschen Aktien investierte, konnte trotz längerer Laufzeit nur ein Vermögen von 51.326 Euro aufbauen, was einer Rendite von jährlich acht Prozent gleichkommt.“ Grund ist der Börsencrash im Oktober 1987. Allerdings hätte eine festverzinsliche Anlage zu sechs Prozent im gleichen Zeitraum nur 33.995 Euro gebracht – also rund ein Drittel weniger. „Was solch kleine jährliche Renditeunterschiede langfristig ausmachen, wird regelmäßig unterschätzt“, so Fey. Ein weiterer Vorteil der Geldanlage in Fonds: Das Kapital fließt in mehrere Unternehmen, das senkt das Risiko.

Wer mit Investmentfonds vorsorgen möchte, kann dies zum Beispiel mit einer Einmalanlage in einen ausgewählten Fonds tun. Anleger, die noch in diesem Jahr investieren und ihre Fondsanteile mindestens ein Jahr halten, müssen den Wertzuwachs später nicht mit 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Solidaritätsbeitrag versteuern. Eine weitere Möglichkeit ist, regelmäßig in einen Fondssparplan einzuzahlen – das geht schon ab Beträgen von monatlich 25 Euro. Ein Vorteil von Fondssparplänen ist ihre Flexibilität: „Man kann in aller Regel leicht die Rate verändern oder mal mit dem Einzahlen aussetzten. Auch ein Fondswechsel ist möglich“, erklärt Karin Baur, Altersvorsorgespezialistin in der Finanzredaktion von Stiftung Warentest. Sie rät: „Ein bis zweimal im Jahr sollten Anleger prüfen, ob ihr Fonds immer noch eine gute Wahl ist. Entwickelt er sich negativ, während Vergleichsprodukte eine positive Rendite erzielen, sollte man die Konsequenz ziehen und wechseln.“
Die Altersvorsorge mit Investmentfonds kann immer nur so gut sein wie der ausgewählte Fonds. „Deshalb ist es wichtig, sich ein gutes Produkt auszusuchen und sich ausführlich zu informieren“, sagt Bernhard Engl, Nachhaltigkeitsexperte von Swisscanto. Er rechnet damit, dass das Interesse am Thema Altersvorsorge mit Fonds anlässlich der diesjährigen IAM sogar noch größer als in den vergangenen Jahren sein wird. Erstens wegen der ab 2009 geltenden Abgeltungsteuer und zweitens, weil mit dem Fondsuniversum auch die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten und die Unsicherheit wachsen.

Anleger, die weniger Flexibilität, dafür aber Versicherungsschutz wünschen, können sich für eine fondsgebundene Rentenversicherung entscheiden und Steuervorteile nutzen. "Fondsgebundene Rentenversicherungen sind von der Abgeltungssteuer befreit, wenn sie länger als zwölf Jahre laufen und erst nach dem 60. Lebensjahr beziehungsweise als lebenslange Rente ausgezahlt werden", erklärt Weisske von der Commerzbank. Außerdem fallen keine erneuten Abschlusskosten an, wenn der Sparer sein aufgebautes Vermögen verrenten möchte. Grundsätzlich können sowohl Fondssparpläne als auch fondsgebundene Rentenversicherungen als Riester- oder Rürup-Lösung staatliche Zuschüsse bekommen.

Ihr Kontakt zu den im Artikel zitierten Ansprechpartnern:

Finanztest/Stiftung Warentest
Karin Baur
Tel: 030 - 2631 2301
E-Mail: k.baur@stiftung-warentest.de
Deutsches Aktieninstitut
Dr. Gerrit Fey
Tel: 069 - 9291 541
E-Mail: fey@dai.de
oder
Dr. Franz Josef Leven
Tel: 069 - 9291 524
E-Mail: leven@dai.de
Swisscanto
Bernhard Engl
Pressekontakt über:
Dirk Blase Public Relations,
Frank Männer
Tel: 0711 - 16443 14
E-Mail:maenner@dirk-blaese-pr.de
Commerzbank
Monika Arens
Tel: 069 - 136 296 73
E-Mail: monika.arens@commerzbank.com


Ihr Kontakt:
Pressereferat IAM 2008

Monika Kissing / Anne Klaus
Tel: +49(0)211-4560 543/465
Fax: +49(0)211-4560 8548
email: kissingm@messe-duesseldorf.de
email: klausa@messe-duesseldorf.de

 

Mehr Informationen

für Besucher