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Gewinn plus gutes Gewissen: Umweltorientierte Geldanlagen liegen im Trend
Aktuelles aus der Branche
Gewinn plus gutes Gewissen: Umweltorientierte Geldanlagen liegen im Trend
Die Klimadiskussion und immer neue Rekordmarken beim Ölpreis heizen nicht nur die Nachfrage nach spritsparenden Autos an, sondern auch nach nachhaltigen Finanzprodukten. Es verwundert nicht, dass die Zahl der grünen Publikumsfonds im vergangenen Jahr um 30 Prozent gestiegen ist, das Volumen sogar um 90 Prozent. Laut der European Business School waren Ende 2007 in Deutschland, Österreich und der Schweiz 34 Milliarden Euro in 181 nachhaltigen Aktien-, Renten-, Misch- und Dachfonds investiert.
Die dynamische Marktentwicklung zeigt die wachsende Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit für Anleger. Soziale, ethische sowie ökologische Überlegungen treten bei finanziellen Entscheidungen neben die klassischen Kriterien Rentabilität, Liquidität und Sicherheit. Dennoch sollten Investoren die letztgenannten Faktoren nicht aus den Augen verlieren, rät Jörg Weber, Chefredakteur beim Branchendienst ECOreporter.de: „Anleger sollten ökologische Investments nach den gleichen Kriterien wie herkömmliche Aktien oder Fonds beurteilen und immer die wichtigen Kennzahlen im Blick haben.“
Weber warnt: „Der Markt für nachhaltige Investments ist vielfältig – aber mitunter unübersichtlich. Es gibt auch schwarze Schafe in der Branche, die mit zweifelhaften Produkten vom Umwelt-Gewissen der Menschen profitieren wollen.“ Tatsächlich ist das Angebot groß: Die ökologischen Projekte reichen von Solaranlagen über nachhaltig angebautes Holz bis zu Teeplantagen in Darjeeling. Der potenzielle Öko-Investor kann auf einzelne Unternehmen setzen, sich direkt an einem bestimmten Projekt beteiligen oder über Aktienfonds und Indexengagements das Risiko streuen. Bei den Aktienfonds wiederum reicht die Skala vom stark spezialisierten Umwelttechnikfonds, für den ausschließlich Unternehmen aus der Windkraft-, Solarenergie- und Biomassebranche in Frage kommen, bis zum Ethik- oder Nachhaltigkeitsfonds, für den Ökologie eines von mehreren Merkmalen ist.
Umfassende Informationen sowie konkrete Entscheidungshilfen zu umweltorientierten Investments bietet der Themenpark „Grünes Geld“ anlässlich der Internationalen Anlegermesse IAM vom 5. bis 7. September 2008 in Düsseldorf. „Mehr als 20 verschiedene Anbieter, darunter auch ökologisch und ethisch orientierte Banken, stellen im Themenpark ihre Produkte vor“, kündigt Bettina Stein vom Organisator ECOeffekt an. Der Ausstellungsteil „Rendite plus X“ klärt Besucher unabhängig über den Markt auf, Vorträge und Podiumsdiskussionen liefern Anregungen. Zum Beispiel wird ein Vertreter der Gemeinschaftsbank über den „Neuen Öko-Lifestyle“ referieren, die Firma Windwärts Energie hält einen Vortrag über „Genussrechte als nachhaltige Kapitalanlage“. Foren zu Holz- und Wasserinvestments sowie ein Auftritt des im Naturschutz engagierten Künstlers Matto Barfuss ergänzen das Programm.
Karin Baur, die für die Stiftung Warentest „grüne“ Geldanlagen analysiert, hat schon vorab einige Tipps parat. Spezialisierte Umwelttechnikfonds eignen sich zwar als Beimischung fürs Depot, jedoch sollten Investoren sich nicht ausschließlich auf eine Anlageklasse konzentrieren, empfiehlt sie. Denn: „Wer nur auf eine Branche setzt, geht ein hohes Risiko ein. Bei der Umwelttechnik weiß niemand, ob der Ölpreis so hoch bleibt und wie sich die finanzielle Förderung durch den Staat entwickelt.“ Wer größere Teile des Vermögens ethisch-ökologisch investieren wolle, solle sich weltweit anlegende Fonds anschauen, die über längere Zeit eine attraktive Wertentwicklung vorzuweisen haben.
Es gibt spezielle Aktienindizes, die die Wertentwicklung von Unternehmen aus der Umweltbranche abbilden. So umfasst der Dow Jones Sustainability Index World weltweit mehr als 300 Konzerne, die vergleichsweise nachhaltig wirtschaften. Dagegen beschränkt sich der ÖkoDax auf wenige Werte: „Der Index verzeichnet die zehn nach Marktkapitalisierung größten deutschen Unternehmen aus dem Sektor erneuerbare Energien“, erläutert Konrad Sippel von der Deutschen Börse. Durch die Orientierung am Börsenwert bilde der Index die Erwartungen des Marktes ab. Derzeit trauen die Anleger offenbar der Solarbranche am meisten zu, denn dieser Sektor dominiert den Index.
Auch über geschlossene Fonds kann der Anleger in die grüne Branche investieren. Anlagen, die aus Sonne, Biogas oder Erdwärme Energie erzeugen, werden häufig auf diese Weise finanziert. Die Anbieter sammeln die benötigte Summe Anlegergeld ein, schließen dann den Fonds und nehmen keine weiteren Investoren auf. Wer einsteigen will, muss Beträge von 5.000 Euro aufwärts für mehrere Jahre festlegen. Der Anleger wird Mitunternehmer und kann zum Beispiel von Solarfonds ordentlich profitieren.
Weitere Informationen rund um die IAM 2008 gibt es im Internet unter www.iam-online.de und www.gruenes-geld.de.
Ihr Kontakt zu den im Artikel zitierten Ansprechpartnern:
| Deutsche Börse Konrad Sippel Kontakt über Pressesprecherin Leticia Adam Tel: 069 - 211 12766 E-Mail: leticia.adam@deutsche-boerse.com |
| ECOeffekt Bettina Stein Pressesprecherin Tel: 0231 - 477359 65 E-Mail: stein@ecoeffekt.de |
| ECOreporter.de Jörg Weber Tel: 0231 - 477359 60 E-Mail:weber@ecoreporter.de |
| Finanztest/StiftungWarentest Karin Baur Tel: 030 - 2631 2471 E-Mail:k.baur@stiftung-warentest.de |
Ihr Kontakt:
Pressereferat IAM 2008
Monika Kissing / Anne Klaus
Tel: +49(0)211-4560 543/465
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